Veröffentlicht am Di., 16. Dez. 2014 11:18 Uhr

Ein Glückspilz...

… hat den Jackpot geknackt, 14 Millionen im Lotto gewonnen und muss sich nun damit beschäftigen, was er mit dem Geld anfangen soll (ich hätte da schon ein paar Ideen).

»Lebensglück schlägt Geld« steht über dem Artikel, mit dem ein Unternehmensberater vorgestellt wird, der sich von der rein gewinnmaximierten Art des Unternehmerseins verabschiedet hat. Dazu passt, dass die Lebensqualität eines Landes nicht mehr am Bruttoinlandsprodukt gemessen wird, sondern am Glücksindex, einem Vergleich, wie glücklich die Menschen in diesem Land sind.
»Das Streben nach Glück« ist ein Filmtitel, der sich auf die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten bezieht. Darin wird dieses Streben nach Glückseligkeit als eines der unveräußerlichen Menschenrechte bezeichnet. Und tatsächlich ist der Wunsch, (endlich) glücklich zu sein, der Antrieb hinter so vielen Anstrengungen und Aktivitäten.

Aber was ist Glück? Wie kann man es messen? Wo ist es zu finden?
Dass wir Menschen bei der Bewertung unseres Lebens und Erlebens nicht immer richtig liegen, drückt Eugen Roth so aus: »Ein Mensch schaut in die Zeit zurück und sieht: Sein Unglück war sein Glück.« Das, worum wir uns als erstrebenswertes Gut bemüht haben, kann sich im Rückblick als von nur geringer Qualität entpuppen. Anders herum kann sich etwas, was zunächst ein großes Unglück zu sein schien, im Nachhinein als hilfreiche Wegführung erweisen, als erzwungene Richtungsänderung oder offene Tür, die in unbekannte Räume weisen, die wir sonst nicht im Traum betreten hätten.

Auch wenn die Losung dieses zu Ende gehenden Jahres nicht ganz korrekt übersetzt ist, zeigt sie uns bei unserem Streben nach Glück doch die Richtung an: Unterwegs zu Gott finden wir Glück. Eine Anzahlung schon in diesem Leben – die ganze Fülle in seiner neuen Welt. Deshalb wünschen wir euch, unseren Lesern, dass dieses Psalmgebet euch durch das neue Jahr begleiten kann: »Du wirst mir den Weg zum Leben zeigen und mir die Freude deiner Gegenwart schenken. Aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück«, Psalm 16,11.

Ps.: Bedingt durch Krankheit und Arbeitsüberlastung kommt diese Ausgabe recht spät heraus. Wir werden organisatorische Veränderungen vornehmen, um solche Verspätungen in 2015 möglichst zu vermeiden.

Andreas Bürgin, Redaktionsleitung

Kategorien Zeitschrift Perspektiven