Veröffentlicht von Marcel Birkholz am Mo., 6. Jan. 2014 16:30 Uhr

Wir hoffen, ihr seid alle gut ins Neue Jahr gekommen!

Auch 2014 erwartet euch wieder so einiges an tollem Programm, schaut doch einfach mal bei den Terminen nach!

Und nun ein Gedanke zu den Vorsätzen, die man fasst und dann doch nicht umsetzt:

O Gott, noch einmal neu anfangen!
Aber man hat es schon versucht und es ging nicht. Es blieb bei Anläufen.
Was nützt es, es noch einmal zu versuchen?
Es wartet nur eine kleine Enttäuschung mehr.
Gibt es denn keinen Neuanfang?
Es kann bei uns wieder einen Neuanfang geben, wenn wir uns wieder der Grundwahrheit erinnern:
Dass der Mensch nicht selber der Anfang ist.
Wir sind nie der Anfang, der Anfang ist schon vor uns da.
Das Leben ist vor uns da.
Der Mensch hat es nicht selbst gemacht. Es wird ihm gegeben.
Es ist Geschenk, Gnade, unbegreifliches Geheimnis.
Die Liebe ist auch schon vorher da.
Wir haben sie nicht erfunden. Sie ist über uns gekommen.
Auch Gott ist schon vorher da.
Der Glaube ist kein menschliches Machwerk.
Er ist Gottes Kraft, die das Leben neu schaffen und die Welt wiederaufbauen kann.
Auch Christus ist schon vorher da.
Vor den Anfängen der Welt war er da.
Unsagbar beglückendes Geheimnis, dass nichts in der Welt geschieht,
ohne dass vorher Christus schon da ist!
Wie geht es zu, wenn Gott der Anfang ist?
Der Krampf der guten Vorsätze hört auf.
In der Stille hört man das neue Leben an die innerste Tür klopfen.
Was tut man dann?
Man öffnet die Tür!
Das heißt, an die Seite treten, Platz machen.
Wenn ich mich breit vor die Tür hinstelle, kann sie nicht aufgehen,
das Neue nicht hineinkommen.
Stillwerden, bis wir das leise Pochen an der innersten Tür hören.
Das ist etwas anderes als die üblichen Vorsätze,
wenn ich jeden Morgen daran denken will: DU bist der Anfang.
Ich will jeden Morgen solange still sein, bis ich deine Stimme höre.
Die Kraft Gottes ist immer da, bevor wir selber da sind.

(aus: Ein Winter-Wunder-Wünschebuch)

Kategorien Timotheusnetz