Veröffentlicht am Mo., 14. Dez. 2015 10:42 Uhr

Hier ist es friedlich, da macht der Friedhof seinem Namen alle Ehre. Bäume säumen die Wege, Gräber ziert Blumenschmuck, Vögel singen, ansonsten ist es still – schön, auch wenn dieses Adjektiv bei Trauer um Verstorbene sehr gewagt ist.

Menschen sind hier begraben, deren Leben auf Erden vorbei ist. Das macht diesen Ort für viele schrecklich. Einige starben qualvoll, andere ruhig – jede Geschichte eines Menschen ist anders. Aber in jedem Ende wohnt ein Neubeginn.

Wer hierher kommt, ahnt das Unendliche. Uns wird bewusst, dass jedes physische Leben ein Ende hat – egal, ob es herrlich oder schrecklich war. Der Tod kommt zu jedem Menschen, doch er hat nicht das letzte Wort. Das letzte Wort spricht Jesus selbst. Je nach der Entscheidung, die wir während unseres Lebens trafen. Sie ist es, die das ganze Leben prägt – über den Tod hinaus. »Wer mit dem Sohn (also Jesus) verbunden ist, der hat das Leben« (1 Johannes 5,12): Herrliche Aussicht: Darum feiern wir Weihnachten! Wer mit Jesus Christus lebt, ist nicht besser – aber er ist besser dran!

Solange wir auf dieser Erde leben, machen wir auch beides durch: Herrliches und Schreckliches – Christen wie Nichtchristen. Die Bibel beschönigt da nichts. Sie macht uns realistisch Mut zum Dranbleiben – im Hässlichen wie im Herrlichen. Am Anfang wie am Ende: Jesus bleibt bei uns!

In dieser Ausgabe versuchen wir, Beispiele für den mutigen Umgang mit beiden Seiten des Lebens zu geben – denn beide gehören zum Leben. Engel riefen es den Hirten zu, wie Jesus es uns zuruft: Fürchtet euch nicht, euer Herz erschrecke nicht!

Herzlichst,

Petra Piater

Kategorien Zeitschrift Perspektiven