Perspektiven - Oktober-November 2001
Inhalt: Was
ich mit der Bibel erlebe...
Sola scriptura - Bibel verfälschen
Bibel
inspiriert & interpretiert
Stille:
No Bible - no Breakfast?
Was
ich mit der Bibel erlebe ...
Was? Du glaubst wirklich, was
in der Bibel steht? So naiv kann man doch nicht sein ...« Diesen Ausspruch warf
vor einiger Zeit ein Bekannter mir an den Kopf. So geht es einem manchmal, wenn
man offen zu dem steht, was man wirklich glaubt; ich ernte Unverständnis oder
schlimmer noch Hohn. Ist es das wert? Reicht es denn nicht aus, nur die
heilsentscheidenden Dinge zu akzeptieren und die anderen Bibelstellen gekonnt in
einen Mantel des Schweigens zu hüllen? Ich glaube nicht.
Ich konnte nicht immer so
klar meine Einstellung zur Bibel formulieren wie in der Begegnung mit meinem
Bekannten. Einige Jahre habe ich mich in meiner Nachfolge mit der Frage nach dem
wirklichen Autor der Bibel herumgequält. Viele Bibelstellen von A wie ‚Anfang
der Welt‘ bis Z wie ‚Zeichen und Wunder‘ bereiteten mir Kopfzerbrechen.
Ich hatte starke Zweifel am Wahrheitsgehalt solcher Aussagen. Steht Gott
wirklich als Urheber der Bibel im Hintergrund oder ist sie doch nur ein
kreatives, menschliches Machwerk – kreativ, aber eben doch nur von Menschen.
Wer
hinterfragt
wen?
Eine für meine
Nachfolge entscheidende Wende erreichte ich auf einem Seminar über die Glaubwürdigkeit
des Neuen Testaments, wo mir ein Licht aufging: Denken und Glauben können
einander ergänzen. Mir wurde klar, dass der Sinn der Bibel ist, gerade mich zu
hinterfragen und nicht genau anders herum. Diese Erkenntnis hat viele
Auswirkungen in meinem Alltag gehabt, weil ich meine Bibel endlich lesen konnte,
ohne jedes Mal fragen zu müssen, ob und inwiefern ich diesen Worten Glauben
schenken sollte. Mein persönliches Bibellesen erlebte eine Renaissance, weil
ich merkte, dass mir in den biblischen Aussagen die Wahrheit über mein Leben
gesagt und meinem Gewissen ein neuer Schliff verliehen wird.
Einige Jahre sind seitdem
ins Land gegangen, doch über eines staune ich immer noch: Die Bibel lehrt uns,
wie wir unser Leben mit Gott meistern können. Manchmal wirbt sie für eine
Verhaltensänderung, ein anderes Mal schockiert sie, um mich aufzuwecken, aber
stets zu meinem Besten. Hoffentlich lerne ich noch mehr, das auch im Alltag
umzusetzen.
Marc
Pietrzik, Calw
Dein Wort ist ein
Licht
Dein
Wort ist ein warmes, helles Licht,
das mir meinen Weg erhellt.
Dein
Wort gibt mir Kraft und Zuversicht
und hat mich auf Fels gestellt.
Bringt
mir Dunkelheit Sorge, Angst und Leid,
bietest du mir die Hilfe an.
Dein
Wort ist das Licht, das die Nacht durchbricht,
leuchtet auf der Lebensbahn.
Trost
gibt mir dein Wort, Tränen wischt es fort,
schenkt mir Hoffnung und Sicherheit.
Es
gibt Lebenssinn, weist auf Jesus hin,
nie verliert es Gültigkeit.
Oft
verhasst, verlacht, dennoch hat es Macht,
ewig strahlt seine Helligkeit.
Mag
die Welt vergehn, dein Wort bleibt bestehn,
bis in alle Ewigkeit.
»Thy
Word«
Text
& Melodie: Amy Grant/Michael W. Smith
Deutsch: Klaus Heizmann
©
1984 Meadowgreen Music Comp./EMICMP
Rechte für D, A, CH: CopyCare
Deutschland, D-71087 Holzgerlingen