Perspektiven - Februar-März
2001
Inhalt: "Ich
glaube nur, was ich sehe"
Bionik und das Original
Von
der Perfektion der Kakteen...
Ein
schier unlösbares Treibstoffproblem
"Ich glaube nur,
was ich sehe"

Warum glauben denn so viele, dass der Mensch vom Affen
abstammt?
Hat denn jemand Evolution beobachtet? Ich meine damit nicht
die vergleichsweise geringfügigen Veränderungen, die Züchter durch geschickte
Auswahl und Kreuzungen bei Nutztieren und Zierpflanzen erreichen können.
Vielmehr: Hat jemand gesehen, wie aus Affen im Laufe unzähliger Generationen
Menschen wurden? Oder wie Leben von selbst entstand?
Klar, natürlich nicht. Trotzdem »wissen« alle, dass es
so war. Wie kann das sein? –»Es gibt doch Schädelfunde von Affenmenschen!«
– Versteinerte Knochenreste (man nennt sie Fossilien) gibt es tatsächlich,
aber man kann sie entweder Menschenaffen oder Menschen zuordnen. Es ist wie bei
einem Indizienbeweis. Die Indizien (hier: die Fossilien) sind mehrdeutig. Wenn
in Schulbüchern und in den Medien nur eine Deutung – Evolution – präsentiert
wird, so wird die Möglichkeit der Deutung der Funde durch Schöpfung einfach
verschwiegen.
»Macht der Mensch aber nicht im Mutterleib Tierstadien
durch? Zum Beispiel kommen doch auch beim menschlichen Embryo Kiemenspalten vor.«
– Auch diese Behauptung ist nicht durch Indizien (wissenschaftliche
Beobachtungsdaten) gedeckt. In Wirklichkeit bilden sich beim menschlichen Embryo
niemals Kiemen oder tierische Stadien. Richtig ist nur, dass Organanlagen von
Menschen und Tieren oft einander ähneln. Doch was besagt diese Ähnlichkeit?
Sie kann genauso gut als Hinweis auf den Schöpfer verstanden werden, der ähnliche
Bauprinzipien bei den Lebewesen verwirklicht hat (vergleiche Baupläne einer
Automarke). Und dann kann es einen auch nicht wundern, wenn einen ein Affe im
Zoo angrinst. Die Tiere sind Geschöpfe wie der Mensch, also ähneln sie sich,
zum Teil sogar im Verhalten.
Kein Wissenschaftler weiß, wie ein kompliziertes neues
Organ ohne Planung und Steuerung entstehen könnte. Das geben sogar manche
Evolutionstheoretiker zu. Sie suchen weiter nach Antworten, ohne den Schöpfer
zu berücksichtigen. Gibt es aber nicht deutliche Hinweise darauf, dass ein
genialer Schöpfer den Menschen geschaffen hat? Wie komplex sind doch
beispielsweise die menschlichen Organe! Denken wir etwa an das Auge. Es besteht
aus vielen Einzelteilen und funktioniert nur, wenn alle Teile in Ordnung sind.
Durch Evolution kann nicht einmal die zufällige Entstehung eines Einzelteils
erklärt werden.
Der Glaube an den Schöpfer ist naheliegend. Er hat in der
Schöpfung seine Spuren deutlich hinterlassen. Auch in der heutigen Welt, die
aufgrund der Sünde des Menschen durch Leid und Tod gekennzeichnet ist, leuchtet
an vielen Stellen die Herrlichkeit des Schöpfers durch – als Hinweis auf den
Schöpfer, den die Menschen suchen sollen und in Jesus Christus finden können.
Reinhold Juncker
Dr. Reinhard Junker
(Jahrgang 1956), ursprünglich Gymnasiallehrer für Biologie und Mathematik,
arbeitet als »dienstältester« wissenschaftlicher Mitarbeiter seit 1985 bei
Wort und Wissen. In dieser Zeit konnte er sich auch im Bereich »Interdisziplinäre
Theologie« weiterbilden und eine Promotion über eine kritische Beurteilung
theistischer Evolutionsvorstellungen an der Evangelisch-Theologischen Fakultät
Leuven/Belgien abschließen (1992). R. Junker arbeitet hauptsächlich im Bereich
der Grundtypenbiologie, der Paläobotanik (fossile Pflanzen) und der
theoretischen Biologie (kritische Beurteilung der sog. »Evolutionsbeweise« im
Bereich der Vergleichenden Biologie). Über die fachliche Arbeit hinaus ist er
an der Erarbeitung von Unterrichtmaterial beteiligt und hält Vorträge in
Schulen, Hochschulen und Kirchengemeinden.