|
|
|
 |
Die Zukunft der Gemeinde Gottes
Ziele Die grundlegenden Aufträge der Gemeinde bleiben, auch im Wechsel der Zeiten: Die Anbetung Gottes, die Verkündigung seines Wortes, der Ruf zum Glauben und die Gemeinschaft der Glaubenden, der Dienst am Nächsten in missionarischer, seelsorgerlicher und diakonischer Verantwortung. Aus den Herausforderungen unserer Zeit erkennen wir folgende drei Schwerpunkte:
- Zunächst muss sich Gemeinde Gottes neu darauf besinnen, missionarisch-evangelistische Gemeinde zu sein. Gemeinde ist nicht Selbstzweck. Gottes Liebe in Jesus Christus gilt allen Menschen. Wir müssen neue Wege finden, um sie zu erreichen. Damit die Botschaft verstanden werden kann, sind Gemeinden mehr denn je gerufen, als Familie Gottes authentisch zu leben. Menschen sehnen sich nach Räumen des Vertrauens, in denen sie es neu lernen, in liebevollen Beziehungen zu leben. In den örtlichen Gemeinden soll eine Atmosphäre herrschen, in der die Glieder aber auch die Gäste und Besucher wirkliche Gemeinschaft erleben, sich beheimatet fühlen und füreinander und für andere da sind.
- In Zeiten geistlicher und moralischer Orientierungslosigkeit ist die Verkündigung biblischer Wahrheiten und ntl. Maßstäbe nötiger denn je. Wenn unsere Gesellschaft zaghaft beginnt, nach Tugenden zu fragen, dürfen wir hinweisen auf Jesus Christus, als Weg, Wahrheit und Leben. Dabei muss die Verkündigung klar und wegweisend sein, zugleich lebensnah und lebbar, dem Menschen zugewandt, einladend, aufrichtend und herausfordernd. Nicht nur die Predigt von der Kanzel ist gefragt, sondern die Gemeinde, die in ihrem Alltag zeigt, wie man mit den Maßstäben Gottes in der Gesinnung Jesu lebt. Deshalb darf der Ruf nach der Heiligung des Lebens nicht verklingen. Dabei wissen wir, nicht Perfektion ist gefordert, sondern Echtheit in der Beziehung zu Jesus.
- Die soziale und diakonische Herausforderung ist schon vor geraumer Zeit erkannt und ernstgenommen worden. Wir sind dankbar für die Alten- und Pflegeheime, das Jugend- und Freizeitheim und für das Kinderhilfswerk. Wir glauben jedoch, dass auch in den einzelnen Gemeinden soziale und gesellschaftliche Verantwortung mehr denn je gefragt sind. Wir wollen den Menschen in ihrer Gesamtsituation begegnen. Herausgefordert werden wir durch Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Suchtkrankheiten, Überalterung, Integration von Ausländern u.v.a.m.
Große Aufgaben für einen kleinen Gemeindebund! Wir wollen es dennoch wagen: Manchmal zaghaft und zögernd, bisweilen mutig und motiviert, wissend um die eigene Schwäche, aber immer auch hoffend auf die Stärke unseres Gottes.
Helmut Link, Mitglied des Brüderrates im Freikirchlichen Bund der Gemeinde Gottes
|